Seefahrer, Krieger, Händler: Wikinger im Liverollenspiel

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Most recent edit on 2010-11-15 08:07:58 by AdminAlex

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Frauen im Großen Heer

Ein paar Worte zuvor: Wir leben in einer Zeit der Gleichberechtigung. Frauen dürfen all das, was auch Männer dürfen. “ Geschlechter-untypisches” Verhalten ist durch das Grundgesetz geschützt ist und als persönliches Glück gewertet. Das ist sehr gut und soll auch so bleiben!
ABER: Im Großen Heer bemühen wir uns um die Darstellung von “echten” Nordleuten mit ihrer Kleidung, ihren Waffen und ihrem Verhalten. Somit muss man sich genau überlegen, wie es damals hätte sein können und was es bedeutet, einen gewissen Charakter von damals darzustellen.
Den Frauen bei den Wikingern ging es recht gut im Vergleich zu den Frauen im restlichen Europa. Sie waren dem Mann im Haushalt gleichgestellt und konnten zu großem Ansehen gelangen. Wenn der Mann auf Fahrt geht, hatte sie die Macht und die Verantwortung über Haus und Hof. Die Aufgabe der Frau lagen in erster Linie in der Hauswirtschaft, also dem Vorrat anlegen, dem Kochen, dem Spinnen und Weben, dem Schneidern usw..
Die Frau war durch Gesetze geschützt. So durfte sie sich von ihrem Mann trennen, wenn sie mit ihm unzufrieden war und sich an das Thing wenden. Sollte sie gar einen männlichen, anerkannten Nachkommen geboren haben, so könnte sie sogar den Besitz ihres Mannes bis zur Volljährigkeit des Sohnes übernehmen und dem Vater bliebe nur Schwert und Pferd/Schiff. Sollte der Mann in der Fremde fallen, so fällt ihr aller Besitz des Mannes zu.
Wir wissen aber auch, dass Mädchen direkt nach der Geburt getötet wurden, damit die Frau schneller wieder Schwanger werden konnte. Söhne mussten her, die die ehrgeizigen Expansionspläne der Hetmänner erst ermöglichten.
Politisch hatten die Frauen oberflächlich nichts zu melden. Auf dem Allthing hatte eine Frau kein Stimmrecht, wenn sie überhaupt anwesend sein durfte. Allerdings bestand natürlich die Möglichkeit über die Männer in der Sippe Einfluss zu nehmen. (Was übrigens auch unzählige Spielmöglichkeiten eröffnet)
Ja, es gibt Berichte von kämpfenden Frauen; diese sind jedoch selten und oft eher unrühmlich. Denn eine Frau, die in den Krieg zieht, erfüllt nicht ihren sehr wichtigen gesellschaftlichen Zweck, sondern tut etwas, was nicht ihre Aufgabe ist. Kriegerinnen wird es kaum gegeben haben, da die Aufgaben der Frauen viel zu wichtig waren und viel zu viel Können bedurften, als daß ein Mädchen noch zum Krieger hätte ausgebildet werden können. Jungen übten sich schon sehr früh in den Waffen, während Frauen den Umgang mit der Spindel und dem Webstuhl lernten.
Doch waren die Nordfrauen sicher nicht feige. Ich kann mir kaum eine Nordfrau vorstellen, die nicht alles daran setzt, ihre Familie zu beschützen. Sicher werden manche Frauen bei einem Angriff auf ihr Dorf den Männern geholfen haben, aber es wird auch viele gegeben haben, die die Kinder und Alten in Sicherheit brachten.
1.) Eine Frau könnte ihren Mann oder Gefolgsherren begleiten, und sich beispielsweise um die Verwundeten kümmern, für das leibliche Wohl der Krieger sorgen und somit den Haushalt in der Fremde führen
2.) Auch kann sie eine der Runenfrauen (Völwa) sein, die die Zukunft lesen kann, Blots durchführen wird und somit für göttlichen Beistand sorgen
3.) Sie kann auch die Konkubine eines Kriegers sein, der sie verständlicherweise nicht mit seiner Frau zusammenkommen lassen will, die aber fest daran arbeitet, das Eheweib zu ersetzten.
Auch kämpfende Frauen sind möglich:
1.) Schildmaiden sind in einigen Sippen Gang und Gebe und stehen den männlichen Kämpfern in nichts nach. Einige Mitspielerinnen möchten das kämpfen nicht missen. Daher siegt der gemeinsame Spielspaß hier über den Authentizitätsanspruch.
2.) In der Lagerverteidigung kann sie sich mit einem Speer oder Bogen hinter die Männer stellen und diese unterstützen, denn wenn die Männer verlieren, droht Verschleppung, Vergewaltigung oder gar der Tod. Leichte Waffen wie ein Ger, Sax oder Bogen sind eher Waffen, mit denen eine untrainierte Frau zurecht kommen dürfte.
4.) Eine Frau, die sich als Mann ausgibt, um einen geliebten Menschen zu rächen. Diese darf dann allerdings nicht als Frau erkannt werden!
Eine kämpfende Frau wird immer etwas seltsames an sich haben. Es wird entweder ein Ausdruck höchster Verzweiflung oder ein Bruch der Gesellschaftsstruktur sein. Rollenspielerisch lässt sich da eine Menge herausholen, doch sollte man nicht zu dünnhäutig herangehen. Was nicht geht sind Amazonen in jeglicher Ausführung.


Deletions:

Frauen im Großen Heer

Ein paar Worte zuvor: Wir leben in einer Zeit der Gleichberechtigung. Frauen dürfen all das, was auch Männer dürfen. Im Beruf, in der Politik und der Gesellschaft. Doch gibt es immer noch einige Dinge, die für eine Frau eher ungewöhnlich sind und die sie zu etwas Seltsamen machen. Natürlich gilt das auch für Männer. So ist ein Mann, der Lippenstift trägt und sich die Beine rasiert, genauso seltsam wie eine Frau, die in Al-Bundy-Haltung vor dem Fernseher sitzt und laut rülpst. Doch leben wir in Zeiten, in denen solches Verhalten durch das Grundgesetz geschützt ist und als persönliches Glück gewertet wird. Das ist gut und soll auch so bleiben.
ABER: Im Heer bemühen wir uns um die Darstellung von echten Wikingern mit ihrer Kleidung, ihren Waffen und ihrem Verhalten. Somit muss man sich genau überlegen, wie es damals hätte sein können und was es bedeutet, einen gewissen Charakter von damals darzustellen.
Den Frauen bei den Wikingern ging es noch recht gut im Vergleich zu den Frauen im restlichen Europa. Sie waren dem Mann im Haushalt gleichgestellt und konnten zu großem Ansehen gelangen. Wenn der Mann auf Fahrt geht, hatte sie die Macht und die Verantwortung über Haus und Hof. Die Frau ist durch Gesetze geschützt. So durfte sie sich von ihrem Mann trennen, wenn sie mit ihm unzufrieden war und sich an das Thing wenden. Sollte sie gar einen männlichen, anerkannten Nachkommen geboren haben, so könnte sie sogar den Besitz ihres Mannes bis zur Volljährigkeit des Sohnes übernehmen und dem Vater bliebe nur Schwert und Pferd/Schiff. Sollte der Mann in der Fremde fallen, so fällt ihr aller Besitz des Mannes zu. Doch war die Nordfrau wohl kaum die selbstbewusste Frau, wie man nun meinen könnte.
So wissen wir, dass Mädchen direkt nach der Geburt getötet wurden, damit die Frau schneller wieder Schwanger werden konnte. Söhne mussten her, die die ehrgeizigen Expansionspläne der Hetmänner erst ermöglichten. Auch waren Konkubinen bei den Nordleuten durchaus Sitte; und politisch hatten die Frauen überhaupt nichts zu melden (auf dem Allthing hatte eine Frau kein Stimmrecht, wenn sie überhaupt anwesend sein durfte). Die Aufgabe der Frau lagen in erster Linie in der Hauswirtschaft, also dem Vorrat anlegen, dem Kochen, dem Spinnen und Weben, dem Schneidern usw..
Ja, es gibt Berichte von kämpfenden Frauen; diese sind jedoch selten und oft eher unrühmlich. Denn eine Frau, die in den Krieg zieht, tut nicht das, was sie soll. Sie erfüllt nicht ihren sehr wichtigen gesellschaftlichen Zweck, sondern tut etwas, was nicht ihre Aufgabe ist. So als würde ich einen Gärtner bitten, in einem Rohbau die elektrischen Leitungen zu verlegen. Was soll dabei herauskommen ? Eine Kriegerin wird es nicht gegeben haben, da die Aufgaben der Frauen viel zu wichtig waren und viel zu viel Können bedurften, als daß ein Mädchen noch zum Krieger hätte ausgebildet werden können. Jungs übten sich schon sehr früh in den Waffen, während Frauen den Umgang mit der Spindel und dem Webstuhl lernten. Doch waren die Nordfrauen sicher nicht feige. Ich kann mir kaum eine Nordfrau vorstellen, die nicht alles daran setzt, ihre Familie zu beschützen. Sicher werden manche Frauen bei einem Angriff auf ihr Dorf den Männern geholfen haben, aber es wird auch viele gegeben haben, die die Kinder und Alten in Sicherheit brachten.
1.) Frau könnte ihren Mann begleiten, da sie Angst um ihn hat, und sich um die Verwundeten kümmern.
2.) Auch kann sie eine der Runenfrauen (Völwa) sein, die die Zukunft lesen kann und deshalb sehr wichtig ist.
3.) Sie kann auch die Konkubine eines Kriegers oder gar des Heerkönigs sein, der sie verständlicherweise nicht mit seiner Frau zusammenkommen lassen will, die aber fest daran arbeitet, das Eheweib zu ersetzten.
Auch kämpfende Frauen sind mit Einschränkungen möglich:
1.) Eine Frau, die sich als Mann ausgibt, um einen geliebten Menschen zu rächen. Diese darf dann allerdings nicht als Frau erkannt werden!
2.) In der Lagerverteidigung kann sie sich mit einem Speer oder Bogen hinter die Männer stellen und diese unterstützen, denn wenn die Männer verlieren, droht Verschleppung, Vergewaltigung oder gar der Tod.
Was nicht geht sind Amazonen in jeglicher Ausführung. Auch werden Frauen äußerst selten Rüstungen tragen, da diese auf die männliche Anatomie zugeschnitten sind und die Frau eher behindern als schützen würde. Auch ist es unwahrscheinlich, dass eine Frau genug Kraft und Ausdauer hat (sie wurde nie darauf trainiert!), Schild und Axt/Schwert zu führen. Leichte Waffen wie ein Ger, Sax oder Bogen sind eher Waffen, mit denen eine untrainierte Frau zurecht kommen dürfte. Eine kämpfende Frau wird allerdings immer etwas seltsames an sich haben. Es wird entweder ein Ausdruck höchster Verzweiflung (2 und 3), oder ein Bruch der Gesellschaftsstruktur sein. Rollenspielerisch lässt sich da eine Menge herausholen, doch sollte man nicht zu dünnhäutig an so etwas herangehen.




Edited on 2008-07-22 19:12:54 by AdminAlex

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Edited on 2006-12-30 22:11:56 by AdminAlex

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Ein paar Worte zuvor: Wir leben in einer Zeit der Gleichberechtigung. Frauen dürfen all das, was auch Männer dürfen. Im Beruf, in der Politik und der Gesellschaft. Doch gibt es immer noch einige Dinge, die für eine Frau eher ungewöhnlich sind und die sie zu etwas Seltsamen machen. Natürlich gilt das auch für Männer. So ist ein Mann, der Lippenstift trägt und sich die Beine rasiert, genauso seltsam wie eine Frau, die in Al-Bundy-Haltung vor dem Fernseher sitzt und laut rülpst. Doch leben wir in Zeiten, in denen solches Verhalten durch das Grundgesetz geschützt ist und als persönliches Glück gewertet wird. Das ist gut und soll auch so bleiben.
ABER: Im Heer bemühen wir uns um die Darstellung von echten Wikingern mit ihrer Kleidung, ihren Waffen und ihrem Verhalten. Somit muss man sich genau überlegen, wie es damals hätte sein können und was es bedeutet, einen gewissen Charakter von damals darzustellen.
Den Frauen bei den Wikingern ging es noch recht gut im Vergleich zu den Frauen im restlichen Europa. Sie waren dem Mann im Haushalt gleichgestellt und konnten zu großem Ansehen gelangen. Wenn der Mann auf Fahrt geht, hatte sie die Macht und die Verantwortung über Haus und Hof. Die Frau ist durch Gesetze geschützt. So durfte sie sich von ihrem Mann trennen, wenn sie mit ihm unzufrieden war und sich an das Thing wenden. Sollte sie gar einen männlichen, anerkannten Nachkommen geboren haben, so könnte sie sogar den Besitz ihres Mannes bis zur Volljährigkeit des Sohnes übernehmen und dem Vater bliebe nur Schwert und Pferd/Schiff. Sollte der Mann in der Fremde fallen, so fällt ihr aller Besitz des Mannes zu. Doch war die Nordfrau wohl kaum die selbstbewusste Frau, wie man nun meinen könnte.
So wissen wir, dass Mädchen direkt nach der Geburt getötet wurden, damit die Frau schneller wieder Schwanger werden konnte. Söhne mussten her, die die ehrgeizigen Expansionspläne der Hetmänner erst ermöglichten. Auch waren Konkubinen bei den Nordleuten durchaus Sitte; und politisch hatten die Frauen überhaupt nichts zu melden (auf dem Allthing hatte eine Frau kein Stimmrecht, wenn sie überhaupt anwesend sein durfte). Die Aufgabe der Frau lagen in erster Linie in der Hauswirtschaft, also dem Vorrat anlegen, dem Kochen, dem Spinnen und Weben, dem Schneidern usw..
Ja, es gibt Berichte von kämpfenden Frauen; diese sind jedoch selten und oft eher unrühmlich. Denn eine Frau, die in den Krieg zieht, tut nicht das, was sie soll. Sie erfüllt nicht ihren sehr wichtigen gesellschaftlichen Zweck, sondern tut etwas, was nicht ihre Aufgabe ist. So als würde ich einen Gärtner bitten, in einem Rohbau die elektrischen Leitungen zu verlegen. Was soll dabei herauskommen ? Eine Kriegerin wird es nicht gegeben haben, da die Aufgaben der Frauen viel zu wichtig waren und viel zu viel Können bedurften, als daß ein Mädchen noch zum Krieger hätte ausgebildet werden können. Jungs übten sich schon sehr früh in den Waffen, während Frauen den Umgang mit der Spindel und dem Webstuhl lernten. Doch waren die Nordfrauen sicher nicht feige. Ich kann mir kaum eine Nordfrau vorstellen, die nicht alles daran setzt, ihre Familie zu beschützen. Sicher werden manche Frauen bei einem Angriff auf ihr Dorf den Männern geholfen haben, aber es wird auch viele gegeben haben, die die Kinder und Alten in Sicherheit brachten.
Das große Heer steht jedem offen, der die Satzung erfüllt, und wie traurig wäre unser Spiel ohne unsere geschätzten Mitspielerinnen. Doch reicht es nicht einfach, eine Nordfrau zu sein, denn was sucht eine Frau in einem Heerlager. Was soll sie dort tun? Nun gibt es einige Gründe, die Ihre Anwesenheit auf einem Heerzug erklären könnte:
2.) Auch kann sie eine der Runenfrauen (Völwa) sein, die die Zukunft lesen kann und deshalb sehr wichtig ist.
3.) Sie kann auch die Konkubine eines Kriegers oder gar des Heerkönigs sein, der sie verständlicherweise nicht mit seiner Frau zusammenkommen lassen will, die aber fest daran arbeitet, das Eheweib zu ersetzten.
1.) Eine Frau, die sich als Mann ausgibt, um einen geliebten Menschen zu rächen. Diese darf dann allerdings nicht als Frau erkannt werden!
3.) Eine Frau könnte der einzige Nachfahre eines Stammesfürsten sein, und muss deshalb auch die Karle in der Schlacht befehligen können.
Was nicht geht sind Amazonen in jeglicher Ausführung. Auch werden Frauen äußerst selten Rüstungen tragen, da diese auf die männliche Anatomie zugeschnitten sind und die Frau eher behindern als schützen würde. Auch ist es unwahrscheinlich, dass eine Frau genug Kraft und Ausdauer hat (sie wurde nie darauf trainiert!), Schild und Axt/Schwert zu führen. Leichte Waffen wie ein Ger, Sax oder Bogen sind eher Waffen, mit denen eine untrainierte Frau zurecht kommen dürfte. Eine kämpfende Frau wird allerdings immer etwas seltsames an sich haben. Es wird entweder ein Ausdruck höchster Verzweiflung (2 und 3), oder ein Bruch der Gesellschaftsstruktur sein. Rollenspielerisch lässt sich da eine Menge herausholen, doch sollte man nicht zu dünnhäutig an so etwas herangehen.
Allen Frauen wünschen wir Mut zu eigenen, aber zum Konzept des Großen Heeres passenden Wegen! Fragt im Zweifel erfahrene Frauen des Heeres.


Deletions:
Ein paar Worte zuvor: Wir leben in einer Zeit der Gleichberechtigung. Frauen dürfen all, das was Männer dürfen. Im Beruf, in der Politik und der Gesellschaft. Doch gibt es immer noch einige Dinge, die für eine Frau eher ungewöhnlich sind und die sie zu etwas Seltsamen machen. Natürlich gilt das auch für Männer. So ist ein Mann der Lippenstift trägt und sich die Beine rasiert, genauso seltsam, wie eine Frau die in Al-Bundy-Haltung vor dem Fernseher sitzt und laut rülpst. Doch leben wir in Zeiten in denen solches Verhalten durch das Grundgesetz geschützt ist und als persönliches Glück gewertet wird. Das ist gut und soll auch so bleiben.
ABER: Im Heer bemühen wir uns um die Darstellung von echten Wikingern, in ihrer Kleidung, ihren Waffen und ihrem Verhalten. Somit muss man sich genau überlegen wie es damals hätte sein können und was es bedeutet einen gewissen Charakter von damals darzustellen.
Den Frauen bei den Wikingern ging es noch recht gut im Vergleich zu den Frauen in Resteuropa. Sie waren dem Mann im Haushalt gleichgestellt und konnten zu großem Ansehen gelangen. Wenn der Mann auf Fahrt geht, hatte sie die Macht und die Verantwortung über Haus und Hof . Die Frau ist durch Gesetz geschützt. So durfte sie sich von ihrem Mann trennen, wenn sie mit ihm unzufrieden ist und sich an das Thing wenden. Sollte sie gar einen männlichen anerkannten Nachkommen geboren haben, so könnte sie sogar den Besitz ihres Mannes bis zur Volljährigkeit des Sohnes übernehmen und dem Vater bliebe nur Schwert und Pferd/Schiff. Sollte der Mann in der Fremde fallen, so fällt ihr aller Besitz des Mannes zu. Doch war die Nordfrau wohl kaum die selbstbewusste Frau, wie man nun meinen könnte.
So wissen wir, dass Mädchen direkt nach der Geburt getötet wurden, damit die Frau schneller wieder Schwanger werden konnte. Söhne mussten her, die die ehrgeizigen Expansionspläne der Hetmänner erst ermöglichten. Auch waren Konkubinen bei den Nordleuten durchaus Sitte; und politisch hatten die Frauen überhaupt nichts zu melden (auf dem Allthing hatte eine Frau kein Stimmrecht, wenn sie überhaupt anwesend sein durfte). Die Aufgabe der Frau lagen in erster Linie in der Hauswirtschaft, also dem Vorrat anlegen, dem Kochen, dem Spinnen und Weben, dem Schneidern usw.
Ja es gibt Berichte von kämpfenden Frauen, diese sind jedoch selten und oft eher unrühmlich. Warum ? Nun es ist recht einfach: Eine Frau die in den Krieg zieht, tut nicht das was sie soll. Sie erfüllt nicht ihren sehr wichtigen gesellschaftlichen Zweck, sondern tut etwas, was nicht ihre Aufgabe ist. So als würde ich einen Gärtner bitten in einem Rohbau die elektrischen Leitungen zu verlegen. Was soll dabei rauskommen ? Eine Kriegerin wird es nicht gegeben haben, da die Aufgaben der Frauen viel zu wichtig waren und viel zu viel können bedurften, als das ein Mädchen noch zum Krieger ausgebildet hätte werden können. Jungs übten sich schon sehr früh in den Waffen, während Frauen den Umgang mit der Spindel und dem Webstuhl lernten. Doch waren die Nordfrauen sicher nicht feige. Ich kann mir kaum eine Nordfrau vorstellen, die nicht alles daran setzt ihre Familie zu beschützen. Sicher werden manche Frauen bei einem Angriff auf ihr Dorf den Männern geholfen haben, aber es wird auch viele gegeben haben, die die Kinder und Alten in Sicherheit brachten.
Das große Heer steht jedem offen, der die Satzung erfüllt, und wie traurig wäre unser Spiel ohne unsere geschätzten Mitspielerinnen. Doch reicht es nicht einfach eine Nordfrau zu sein, denn was sucht eine Frau in einem Heerlager. Was soll sie dort tun? Nun gibt es einiges was das erklären könnte:
2.) Auch kann sie eine der Runenfrauen (Völwa) sein, die dem Ratschluss der Runen folgt.
3.) Sie kann auch die Konkubine eines Kriegers oder gar des Heerkönigs sein, der sie verständlicherweise nicht mit seiner Frau zusammenkommen lassen will, die aber fest daran arbeitet das Eheweib zu ersetzten.
1.) Eine Frau die sich als Mann ausgibt um einen geliebten Menschen zu rächen, die allerdings nicht als Frau erkannt werden darf!
3.) Eine Frau könnte die einzige Nachkommin eines Stammesfürsten sein, und muss deshalb auch die Karle in der Schlacht befehligen können.
Was nicht geht sind Amazonen in jeglicher Ausführung. Auch werden Frauen äußerst selten Rüstungen tragen, da diese auf die männliche Anatomie zugeschnitten sind und die Frau eher behindern als schützen würde. Auch ist es unwahrscheinlich, dass eine Frau genug Kraft und Ausdauer hat (sie wurde nie darauf trainiert!) Schild und Axt/Schwert zu führen. Leichte Waffen wie ein Ger, Sax oder Bogen sind eher Waffen mit denen eine untrainierte Frau zurecht kommen dürfte. Eine kämpfende Frau wird allerdings immer etwas seltsames an sich haben. Es wird entweder ein Ausdruck höchster Verzweiflung (2 und 3), oder ein Bruch der Gesellschaftsstruktur sein. Rollenspielerisch lässt sich da eine Menge herausholen, doch sollte man nicht zu dünnhäutig an so etwas herangehen.




Edited on 2005-10-18 12:40:12 by AdminAlex

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1.) Eine Frau die sich als Mann ausgibt um einen geliebten Menschen zu rächen, die allerdings nicht als Frau erkannt werden darf!
2.) In der Lagerverteidigung kann sie sich mit einem Speer oder Bogen hinter die Männer stellen und diese unterstützen, denn wenn die Männer verlieren, droht Verschleppung, Vergewaltigung oder gar der Tod.


Deletions:
1.) Eine Frau die sich als Mann ausgibt um einen geliebten Menschen zu rächen, die allerdings nicht als Frau erkannt werden darf !!!
2.) In der Lagerverteidigung kann sie sich mit einem Speer oder Bogen hinter die Männer stellen und diese unterstützen, denn wenn die Männer verlieren droht Verschleppung, Vergewaltigung oder gar der Tod.




Edited on 2005-10-18 12:39:16 by AdminAlex

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Das große Heer steht jedem offen, der die Satzung erfüllt, und wie traurig wäre unser Spiel ohne unsere geschätzten Mitspielerinnen. Doch reicht es nicht einfach eine Nordfrau zu sein, denn was sucht eine Frau in einem Heerlager. Was soll sie dort tun? Nun gibt es einiges was das erklären könnte:

Deletions:
Das große Heer steht jedem offen, der die Satzung erfüllt, und wie traurig wäre unser Spiel ohne unsere geschätzten Mitspielerinnen. Doch reicht es nicht einfach eine Nordfrau zu sein, denn was sucht eine Frau in einem Heerlager. Was soll sie dort tun? Nun gibt es einiges was das erklären könnte:



Edited on 2005-10-18 12:38:40 by AdminAlex

Additions:
I. Die Frauen der Wikinger
II. Die Frau in der Gesellschaft
III. Die Frau im Kampf
IV. Zur Darstellung einer Nordfrau im Heer
Das große Heer steht jedem offen, der die Satzung erfüllt, und wie traurig wäre unser Spiel ohne unsere geschätzten Mitspielerinnen. Doch reicht es nicht einfach eine Nordfrau zu sein, denn was sucht eine Frau in einem Heerlager. Was soll sie dort tun? Nun gibt es einiges was das erklären könnte:
1.) Frau könnte ihren Mann begleiten, da sie Angst um ihn hat, und sich um die Verwundeten kümmern.
2.) Auch kann sie eine der Runenfrauen (Völwa) sein, die dem Ratschluss der Runen folgt.
3.) Sie kann auch die Konkubine eines Kriegers oder gar des Heerkönigs sein, der sie verständlicherweise nicht mit seiner Frau zusammenkommen lassen will, die aber fest daran arbeitet das Eheweib zu ersetzten.
1.) Eine Frau die sich als Mann ausgibt um einen geliebten Menschen zu rächen, die allerdings nicht als Frau erkannt werden darf !!!
2.) In der Lagerverteidigung kann sie sich mit einem Speer oder Bogen hinter die Männer stellen und diese unterstützen, denn wenn die Männer verlieren droht Verschleppung, Vergewaltigung oder gar der Tod.
3.) Eine Frau könnte die einzige Nachkommin eines Stammesfürsten sein, und muss deshalb auch die Karle in der Schlacht befehligen können.
Was nicht geht sind Amazonen in jeglicher Ausführung. Auch werden Frauen äußerst selten Rüstungen tragen, da diese auf die männliche Anatomie zugeschnitten sind und die Frau eher behindern als schützen würde. Auch ist es unwahrscheinlich, dass eine Frau genug Kraft und Ausdauer hat (sie wurde nie darauf trainiert!) Schild und Axt/Schwert zu führen. Leichte Waffen wie ein Ger, Sax oder Bogen sind eher Waffen mit denen eine untrainierte Frau zurecht kommen dürfte. Eine kämpfende Frau wird allerdings immer etwas seltsames an sich haben. Es wird entweder ein Ausdruck höchster Verzweiflung (2 und 3), oder ein Bruch der Gesellschaftsstruktur sein. Rollenspielerisch lässt sich da eine Menge herausholen, doch sollte man nicht zu dünnhäutig an so etwas herangehen.


Deletions:
Die Frauen der Wikinger
Die Frau in der Gesellschaft
Die Frau im Kampf
Zur Darstellung einer Nordfrau im Heer
Das große Heer steht jedem offen, der die Satzung erfüllt, und wie traurig wäre unser Spiel ohne unsere geschätzten Mitspielerinnen. Doch reicht es nicht einfach eine Nordfrau zu sein, denn was sucht eine Frau in einem HEERLAGER. Was soll sie dort tun ? Nun gibt es einiges was das erklären könnte.
1. Frau könnte ihren Mann begleiten, da sie Angst um ihn hat, und sich um die Verwundeten kümmern.
2.Auch kann sie eine der Runenfrauen (Völwa) sein, die dem Ratschluss der Runen folgt.
3. Sie kann auch die Konkubine eines Kriegers oder gar des Heerkönigs sein, der sie verständlicherweise nicht mit seiner Frau zusammenkommen lassen will, die aber fest daran arbeitet das Eheweib zu ersetzten.
1. Eine Frau die sich als Mann ausgibt um einen geliebten Menschen zu rächen, die allerdings nicht als Frau erkannt werden darf !!!
2. In der Lagerverteidigung kann sie sich mit einem Speer oder Bogen hinter die Männer stellen und diese unterstützen, denn wenn die Männer verlieren droht Verschleppung, Vergewaltigung oder gar der Tod.
3. Eine Frau könnte die einzige Nachkommin eines Stammesfürsten sein, und muss deshalb auch die Karle in der Schlacht befehligen können.
Was nicht geht sind Amazonen in jeglicher Ausführung. Auch werden Frauen äußerst selten Rüstungen tragen, da diese auf die männliche Anatomie zugeschnitten sind und die Frau eher behindern als schützen würde. Auch ist es unwahrscheinlich, dass eine Frau genug Kraft und Ausdauer hat (sie wurde nie darauf trainiert !!!) Schild und Axt/Schwert zu führen. Leichte Waffen wie ein Ger, Sax oder Bogen sind eher Waffen mit denen eine untrainierte Frau zurecht kommen dürfte. Eine kämpfende Frau wird allerdings immer etwas seltsames an sich haben. Es wird entweder ein Ausdruck höchster Verzweiflung (2 und 3), oder ein Bruch der Gesellschaftsstruktur sein. Rollenspielerisch lässt sich da eine Menge herausholen, doch sollte man nicht zu dünnhäutig an so etwas herangehen.




Edited on 2005-10-18 12:37:05 by AdminAlex

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Frauen im Großen Heer





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Die Frauen der Wikinger

Ein paar Worte zuvor: Wir leben in einer Zeit der Gleichberechtigung. Frauen dürfen all, das was Männer dürfen. Im Beruf, in der Politik und der Gesellschaft. Doch gibt es immer noch einige Dinge, die für eine Frau eher ungewöhnlich sind und die sie zu etwas Seltsamen machen. Natürlich gilt das auch für Männer. So ist ein Mann der Lippenstift trägt und sich die Beine rasiert, genauso seltsam, wie eine Frau die in Al-Bundy-Haltung vor dem Fernseher sitzt und laut rülpst. Doch leben wir in Zeiten in denen solches Verhalten durch das Grundgesetz geschützt ist und als persönliches Glück gewertet wird. Das ist gut und soll auch so bleiben.
ABER: Im Heer bemühen wir uns um die Darstellung von echten Wikingern, in ihrer Kleidung, ihren Waffen und ihrem Verhalten. Somit muss man sich genau überlegen wie es damals hätte sein können und was es bedeutet einen gewissen Charakter von damals darzustellen.

Die Frau in der Gesellschaft

Den Frauen bei den Wikingern ging es noch recht gut im Vergleich zu den Frauen in Resteuropa. Sie waren dem Mann im Haushalt gleichgestellt und konnten zu großem Ansehen gelangen. Wenn der Mann auf Fahrt geht, hatte sie die Macht und die Verantwortung über Haus und Hof . Die Frau ist durch Gesetz geschützt. So durfte sie sich von ihrem Mann trennen, wenn sie mit ihm unzufrieden ist und sich an das Thing wenden. Sollte sie gar einen männlichen anerkannten Nachkommen geboren haben, so könnte sie sogar den Besitz ihres Mannes bis zur Volljährigkeit des Sohnes übernehmen und dem Vater bliebe nur Schwert und Pferd/Schiff. Sollte der Mann in der Fremde fallen, so fällt ihr aller Besitz des Mannes zu. Doch war die Nordfrau wohl kaum die selbstbewusste Frau, wie man nun meinen könnte.
So wissen wir, dass Mädchen direkt nach der Geburt getötet wurden, damit die Frau schneller wieder Schwanger werden konnte. Söhne mussten her, die die ehrgeizigen Expansionspläne der Hetmänner erst ermöglichten. Auch waren Konkubinen bei den Nordleuten durchaus Sitte; und politisch hatten die Frauen überhaupt nichts zu melden (auf dem Allthing hatte eine Frau kein Stimmrecht, wenn sie überhaupt anwesend sein durfte). Die Aufgabe der Frau lagen in erster Linie in der Hauswirtschaft, also dem Vorrat anlegen, dem Kochen, dem Spinnen und Weben, dem Schneidern usw.

Die Frau im Kampf

Ja es gibt Berichte von kämpfenden Frauen, diese sind jedoch selten und oft eher unrühmlich. Warum ? Nun es ist recht einfach: Eine Frau die in den Krieg zieht, tut nicht das was sie soll. Sie erfüllt nicht ihren sehr wichtigen gesellschaftlichen Zweck, sondern tut etwas, was nicht ihre Aufgabe ist. So als würde ich einen Gärtner bitten in einem Rohbau die elektrischen Leitungen zu verlegen. Was soll dabei rauskommen ? Eine Kriegerin wird es nicht gegeben haben, da die Aufgaben der Frauen viel zu wichtig waren und viel zu viel können bedurften, als das ein Mädchen noch zum Krieger ausgebildet hätte werden können. Jungs übten sich schon sehr früh in den Waffen, während Frauen den Umgang mit der Spindel und dem Webstuhl lernten. Doch waren die Nordfrauen sicher nicht feige. Ich kann mir kaum eine Nordfrau vorstellen, die nicht alles daran setzt ihre Familie zu beschützen. Sicher werden manche Frauen bei einem Angriff auf ihr Dorf den Männern geholfen haben, aber es wird auch viele gegeben haben, die die Kinder und Alten in Sicherheit brachten.


Zur Darstellung einer Nordfrau im Heer

Das große Heer steht jedem offen, der die Satzung erfüllt, und wie traurig wäre unser Spiel ohne unsere geschätzten Mitspielerinnen. Doch reicht es nicht einfach eine Nordfrau zu sein, denn was sucht eine Frau in einem HEERLAGER. Was soll sie dort tun ? Nun gibt es einiges was das erklären könnte.
1. Frau könnte ihren Mann begleiten, da sie Angst um ihn hat, und sich um die Verwundeten kümmern.
2.Auch kann sie eine der Runenfrauen (Völwa) sein, die dem Ratschluss der Runen folgt.
3. Sie kann auch die Konkubine eines Kriegers oder gar des Heerkönigs sein, der sie verständlicherweise nicht mit seiner Frau zusammenkommen lassen will, die aber fest daran arbeitet das Eheweib zu ersetzten.
Auch kämpfende Frauen sind mit Einschränkungen möglich:
1. Eine Frau die sich als Mann ausgibt um einen geliebten Menschen zu rächen, die allerdings nicht als Frau erkannt werden darf !!!
2. In der Lagerverteidigung kann sie sich mit einem Speer oder Bogen hinter die Männer stellen und diese unterstützen, denn wenn die Männer verlieren droht Verschleppung, Vergewaltigung oder gar der Tod.
3. Eine Frau könnte die einzige Nachkommin eines Stammesfürsten sein, und muss deshalb auch die Karle in der Schlacht befehligen können.


Was nicht geht sind Amazonen in jeglicher Ausführung. Auch werden Frauen äußerst selten Rüstungen tragen, da diese auf die männliche Anatomie zugeschnitten sind und die Frau eher behindern als schützen würde. Auch ist es unwahrscheinlich, dass eine Frau genug Kraft und Ausdauer hat (sie wurde nie darauf trainiert !!!) Schild und Axt/Schwert zu führen. Leichte Waffen wie ein Ger, Sax oder Bogen sind eher Waffen mit denen eine untrainierte Frau zurecht kommen dürfte. Eine kämpfende Frau wird allerdings immer etwas seltsames an sich haben. Es wird entweder ein Ausdruck höchster Verzweiflung (2 und 3), oder ein Bruch der Gesellschaftsstruktur sein. Rollenspielerisch lässt sich da eine Menge herausholen, doch sollte man nicht zu dünnhäutig an so etwas herangehen.
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